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Rückblick 2014

Freitag, 5. Dezember 2014: LDS Literatur & Musik

Eine Lesung für das Ende der Zeit

In der Mediathek Maria Anzbach las vergangenen Freitag Jörg Maria Rentmeister mit größter Leidenschaft aus Richard Powers Roman „Orfeo“.  

Rentmeister, Mitglied der Schaustellerei Maria Anzbach, verstand es, das Publikum mit seinem glühenden Vortrag zu bannen und die Entstehungsgeschichte eines Musikstücks des französischen Komponisten Olivier Messiaen lebendig werden zu lassen. Unter härtesten Bedingungen in einem deutschen Straflager während des zweiten Weltkriegs entstanden, ist das „ Quartett für das Ende der Zeit“ doch von großer Poesie und sinnlicher Entrücktheit. Mittels in die Lesung eingespielter Hörproben konnte sich das Publikum davon einen Eindruck verschaffen.

 
Foto: Eduard Riedl

Der Text des amerikanischen Schriftstellers Powers hilft wesentlich dem Verstehen dieser Musik, die über unsere üblichen Hörgewohnheiten hinausgeht. Mit diesem Abend in der Veranstaltungsreihe „Literatur und Musik“ wollte Mediatheksleiterin Andrea Fürst einen Beitrag für das Verständnis für die Musik des 20. Jahrhunderts leisten. Unterstützt wurde sie dabei von Verena Dorn vom Musikverein Maria Anzbach-Eichgraben und Daniel Enk, beide Schüler des Musikgymnasiums in Wien. Sie spielten mit Querflöte und Geige Stücke von Béla Bartók und Martin Gümbel. Das Publikum zeigte sich bewegt und beeindruckt von den außergewöhnlichen Hörerlebnissen.

 

 

Freitag, 7. November 2014: LDS Literatur & Musik

Wir machen Mumin Musik 

Einen Abend mit einer skurrilen Geschichte und eigenwilliger Improvisationsmusik konnte man am vergangenen Freitag in der Mediathek erleben: Kinder schufen die musikalische Begleitung zu einer Comic-Lichtbildshow in freier Improvisation. Es machte ihnen sichtlich Spaß, ihren Instrumenten kuriose Töne zu entlocken, um die Bildgeschichte „Mumins Winterfreuden“ klanglich zu untermalen. Geigenlehrerin Claudia Schwarzl von der Musikschule Maria Anzbach-Eichgraben hatte ihre GeigenschülerInnen in die Geschichte und Charaktere bereits eingeführt und mit den Kindern Tonfolgen für die einzelnen Figuren der Handlung erfunden. Kinder aus dem Publikum durften mit Orff-Klanginstrumenten Eisklirren, Sturm, Schneelawinen, Schiabfahrten und dazugehörige Kollisionen ausdrücken. Die Geschichte wurde von Mediatheksleiterin Andrea Fürst erzählt und unter dem „Dirigat“ von Claudia Schwarzl von den Kinder und Dieter Jelinek mit der Bassklarinette klanglich begleitet. Es entstand wunderbar schräge Musik, die zu den Troll-Figuren der Mumins und ihren eigenwilligen Abenteuern hervorragend passte.

Foto: Eduard Riedl

Der hundertste Geburtstag der Kinderbuchautorin Tove Janssen hatte Andrea Fürst bewogen, die finnische Autorin, die in unseren Breiten weit nicht so bekannt ist wie Astrid Lindgren, ihren Lesern näher vorzustellen. Tove Janssen ist es wert, mit ihren Kinderbüchern und Comics über die Mumin-Trolle, aber auch mit ihren Büchern für Erwachsene neu entdeckt zu werden.

 

 

 

 

Freitag, 17. Oktober 2014

Finnische Autoren und „Der kleine Prinz“ in der Mediathek Maria Anzbach

Die Mediathek lud anlässlich der kürzlich zu Ende gegangenen Buchmesse in Frankfurt, wo als Gastland Finnland präsentiert worden war, zu einer Vorstellung von Neuerscheinungen finnischer Autoren. Bei einem Glas Sekt holten sich die Gäste der Mediathek einen literarischen Vorgeschmack auf den aktuellen Lesestoff. Darunter auch das Buch der finnischen Star-Autorin Sofi Oksanen, deren Eröffnungsrede der Buchmesse mit ihrer heftigen Kritik an der Politik Russlands große Beachtung gefunden hatte.

Andrea Fürst nutzte auch die Gelegenheit, auf die November-Veranstaltung der Mediathek hinzuweisen, bei der das Thema Finnland noch einmal aufgenommen wird. Eine Lichtbildpräsentation der Comics der Klassikerin der finnischen Kinderbuchliteratur, Tove Jansson, soll von Kindern klanglich untermalt werden.

Foto: Eduard Riedl

Die Musikschule Maria Anzbach-Eichgraben wird die musikalische Betreuung dieser Veranstaltung übernehmen.

Im Anschluss an die Finnland-Präsentation las Ursula Stefko im Rahmen ihrer Ausstellung aus Antoine de Saint-Exupérys  "Der kleine Prinz". Zur Abrundung stellte Andrea Fürst Auszüge aus der tiefenpsychologischen Deutung des Buches nach Eugen Drewermann vor.

 

Freitag, 19. September 2014

Lese&DebattierSalon: Noch Fragen zu Moliere?

„Noch Fragen zu Moliere“ standen am vergangenen Freitag am Programm des Lese&DebattierSalons der Mediathek Maria Anzbach, der jeden ersten Freitag im Monat seine Pforten öffnet. Die Leiterin der Mediathek, Andrea Fürst, hatte die SchauspielerInnen der Schaustellerei Maria Anzbach eingeladen, sich den Fragen zu Molières Stück „Der Eingebildete Kranke“ zu stellen, das vor zwei Wochen im Gemeindezentrum Premiere hatte. Der Abend begann mit der Projektion von Eduard Riedls Fotos der Generalprobe, die es auf hervorragende Weise ermöglichten, noch einmal alle Facetten der mimischen Ausdruckskunst der einzelnen SchauspielerInnen zu studieren. Zugleich wurden Fragen zum Stoff des Theaterstücks, zur Inszenierung und zur schauspielerischen Praxis erörtert.

Foto: Eduard Riedl

Im Anschluss erfolgte eine kurze Lesung aus dem Stück, worin Molière eine Kritik der medizinischen Wissenschaft formuliert, wie sie heute noch Gültigkeit besitzt. Der blinde Glaube an die medizinische Wissenschaft und an die Ärzte werden darin verurteilt: „Weil die Triebfedern unsrer Maschine bis jetzt ein Geheimnis geblieben sind, das kein menschliches Auge durchschaut und das die Natur mit einem zu dichten Schleier verhüllt hat, als dass wir etwas davon erkennen könnten.“ Die Frage, wie weit diese Feststellung ihre Berechtigung hat und ob die heutige Medizin nun die „Triebfedern unserer Maschine“ erkennen und wiederherstellen kann, beschäftigte das Publikum in einer eineinhalbstündigen konzentrierten Diskussion, in der es um das Spannungsfeld zwischen Schul- und Alternativmedizin genauso ging wie um die Fragen der Mündigkeit des Patienten, der Zweiklassenmedizin und um die Frage, inwiefern uns allein die Angst vor Krankheiten in eine zweifelhafte Abhängigkeit von medizinischer Wissenschaft und Pharmaindustrie treibt. Interessante Wortmeldungen kamen von VertreterInnen von Gesundheitsberufen, insbesondere von den besonderen Gästen des Abends, Dr. med. Nidal Moughrabi (als Notarzt im Rettungseinsatz in Neulengbach tätig und Inhaber eines Instituts für Hypnose und Meditationscoaching in Wien) und der Körpertherapeutin Katrin Jonas. Sie sprachen über moderne multimodale Therapiekonzepte, die die Behandlung der PatientInnen durch ÄrztInnen, PhysiotherapeutInnen, SporttherapeutInnen, ErgotherapeutInnen und PsychologInnen in einem gesamtheitlichen Konzept einschließen, um Möglichkeiten des Ausstiegs aus krankmachenden stereotypen Lebens- und Reaktionsmustern zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte. Das Thema schien unerschöpflich und der Abend klang spät aus bei einem kleinen Imbiss.

Der Lese- und DebattierSalon der Mediathek Maria Anzbach wird ab Herbst bis Juni 2015 im Zeichen des Projektes „Literatur und Musik“ eine Reihe von Lesungen, Ausstellungen und Konzerten durchführen. Jahrestage und Jubiläen von Musikern, Komponisten  und Schriftstellern werden literarisch und musikalisch aufbereitet. Die Musikschule Maria Anzbach-Eichgraben begleitet dieses Projekt und man darf sich auf die unterschiedlichsten Lese- und Musikerlebnisse in der Mediathek Maria Anzbach freuen.

Samstag, 14. Dezember 2013

Wei boid Weihnochtn wird - Ein Winterabend mit Maria Schindelegger.

Maria Schindelegger las Winter- und Weihnachtsgedichte aus eigener Schreibwerkstatt.Das Volksmusikensemble der Musikschule Maria Anzbach-Eichgraben unter Iris Trefalt steuerte die stimmungsvolle Musik bei.

Datum: 
01.01.2014 - 00:01 bis 31.12.2014 - 23:59 Uhr