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Rückblick 2013

8. November 2013

Wein-Lese: Julia Vogl liest Wein aus aktueller Literatur

Allerorten wird der neue Wein-Jahrgang getauft, verkostet und gefeiert. Die Mediathek Maria Anzbach schloss sich den Events rund um den Wein an und veranstaltete eine Wein-Lese, bei der die Maria Anzbacher Schauspielerin und Theaterprinzipalin Julia Vogl Textpassagen  las, in denen Wein entweder eine tragende Rolle spielt oder die Szenerie gustatorisch ergänzt.

Mediatheks-Leiterin Andrea Fürst hatte Texte aus unterschiedlichster Literatur ausgewählt. Der Erstlingsroman des niederösterreichischen Shooting Stars Vea Kaiser stand am Beginn, weitere Ausschnitte stammten aus Büchern der deutschen Schriftsteller Wilhelm Genazino, Uwe Timm und Michael Böckler.Zwischen Liebesbegegnung und Mord entwickelte sich der literarische Spannungsbogen im  Zeichen des Weingenusses. Julia Vogl vermittelte wirkungsvoll Spannung, Komik und Absurdität der bildkräftigen literarischen Splitter.

Jungmusikerinnen der Musikschule Maria Anzbach-Eichgraben unter Claudia Schwarzl lieferten stimmungsvolle Musik zwischen den Texten.

Herbert Leber von Guggis in Neulengbach kredenzte den Gästen anschließend den vorzüglichsten Wein und mit einem kleinen Buffet war auch für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt.

Der Bäckerei Simhofer war für eine großzügige Brotspende zu danken.

  
Fotos: Ewald Furtmüller

18. Oktober 2013

Internet, Facebook, Handy & Co klug nutzen: Anitra Eggler in Maria Anzbach

Auf Alpbach folgt Anzbach – die Expertin für Informationsmanagement und Internet-Marketing Anitra Eggler sprach am vergangenen Freitag im Gemeindezentrum Maria Anzbach darüber, wie wir digitale Medien sinnvoll einsetzen und Abhängigkeiten reduzieren können. Die Top-Rednerin, die von internationalen Konzernen und Fernseh-Talkshows nachgefragt wird, aber auch als Dozentin an der FH St. Pölten und am Management Center Innsbruck lehrt, war der Einladung des grünen Gemeinderats Lothar Rehse und der Mediathek Maria Anzbach gefolgt, um das interessierte Publikum einer „Digital-Blitztherapie“ zu unterziehen. 

Bürgermeisterin Karin Winter mit Anitra  Eggler. Foto: Claudia Sitte

Die Anamnese der Internet-Krankheit erfolgte vergnüglich, indem Eggler das Publikum einen Vergleich anstellen ließ zwischen der Zeit, die am vergangenen Tag mit Küssen und im Gegensatz dazu mit dem Löschen von Emails verbracht worden war. Anitra Eggler blickt selbst auf ein Dasein als Medienjunkie zurück, hat sich wie viele von uns vom ständig klingelnden Handy, von stets neu eingehenden Emails und von entbehrlichen Mitteilungen auf Facebook Zeit und Konzentration stehlen lassen. Nach einer radikalen Umstellung ihres eigenen Umgangs mit digitalen Medien unternimmt die Autorin der Bücher wie „Email macht dumm, krank und arm“ und „Facebook macht blöd, blind und erfolglos“ den Versuch, die Medienabhängigen unter uns zum maß- und sinnvollen Umgang mit digitalen Medien zu bewegen.

Einige ihrer Botschaften lauteten: Nicht alles muss gegoogelt werden, man kann auch selbst einmal nachdenken! Google-Ergebnisse einer kritischen Beurteilung unterziehen. Das Setzen von Cookies unterbinden, um sich der Profilierung durch Google zu entziehen  – die Spur, die wir bei unseren Recherchen hinterlassen, gibt bereits vor, welche weiteren Ergebnisse wir erhalten. In Firmen führt der überbordende Emailverkehr zur Lähmung der Produktivität –  Verteiler kritisch hinterfragen, die Stunden festlegen, in denen man Emails checkt oder am Handy verfügbar ist. Sich nicht dauernd ablenken lassen bzw. nicht ständig nach Ablenkung suchen, damit konzentriertes Arbeiten, aber auch Erholung möglich ist. Den Kindern mit gutem Beispiel vorangehen und sich zeitweise von Internet, Handy & Co frei nehmen! Zuerst denken, dann erst auf Facebook posten – allzu Privates hat dort nichts zu suchen und die eigenen Kinder werden es einem nicht danken, wenn man die peinlichsten Kinderfotos ins Netz stellt. Einen Sonnenuntergang oder ein gutes Essen genießen, ohne den Zwang, alles Schöne mit der Handykamera festzuhalten. Wirklich gute Freunde im Kaffeehaus treffen und nicht im Chatroom.

Das zahlreiche Publikum nahm die mit Humor und vielen grotesken Fotos, Cartoons und Videoclips präsentieren Worst-Case-Beispiele mit viel Gelächter auf und dankte Anitra Eggler für die brauchbaren Ratschläge mit großem Beifall. Die Leiterin der Mediathek Andrea Fürst zeigte sich mit dem Abend zufrieden und freut sich auf reges Interesse auch an der nächsten Veranstaltung, wenn die Schauspielerin Julia Vogl eine „Wein-Lese“ gestaltet. („Wein in der aktuellen Literatur“, 8. November , 19 Uhr im Gemeindezentrum Maria Anzbach mit anschließender Weinverkostung)

4. Mai 2013

Dorothea Schwab stellt vor: Gloria nach Adam Riese 

Mit einem Lichtbildvortrag stellte die aus Maria Anzbach stammende Illustratorin Dorothee Schwab am Samstag, dem 4. Mai, in der Mediathek Maria Anzbach das Buch „Gloria nach Adam Riese“ vor. Die Lesung fand im Rahmen der „Leserstimmen“, des vom Büchereiverband Österreichs ausgeschriebenen Lesefestivals, statt, bei dem Leserinnen und Leser von April bis Mai 2013 aus zwölf Kinder- und Jugendbüchern per Stimmkarte ihr Lieblingsbuch wählen können.

Foto: Eduard Riedl

Das bereits preisgekrönte Buch „Gloria nach Adam Riese“ ist Dorothee Schwabs viertes Kinderbuch, das zweite in Zusammenarbeit mit dem Autor Michael Stavarič. Ein Buch, das das große wie kleine Publikum nicht nur hinsichtlich der verwegenen Wortspiele und skurrilen Wortverbindungen fordert, sondern auch hinsichtlich der fantastisch-poetischen Illustrationen, in denen sich Gezeichnetes und Gemaltes mit Collagen aus Zeitungsschnipseln, Stoffen und echten Gegenständen in permanentem Perspektiv- und Größenwechsel verbindet. Der Künstlerin gelang es, mit ihrem Textvortrag als auch den Erklärungen zu den Bildern das Publikum gleichermaßen in den Bann zu ziehen. Die Geschichte dreht sich um zwei Kinder im Badewannen-Schaumbad. So wie der Schaum sich zu ungezählten Fantasiegebilden aus der Wanne ergießt, so quillen die Wortkaskaden des Stavarič-Textes über das Papier und enden in einem fulminanten Zauberspruch, den das Publikum nach dem Vortrag mit Vergnügen zu memorieren versuchte. Anschließend stellte sich die Illustratorin den Fragen des Publikums und enthüllte ihre Arbeitsweise, bei der sie nicht nur die Zeichnungen zum Buch schafft, sondern auch den Text setzt und somit das komplette Layout gestaltet. Nachdem die Illustratorin  Bücher signiert und das Publikum Stimmkarten ausgefüllt hatte, zog Dorothee Schwab mit der von ihr mitgebrachten Scheibtruhe von dannen, in der sie die restlichen Bücher verstaut hatte, aber auch einen kleinen Blumenstock und eine Ananas – ihre Lieblingsfrucht, beides als Dankeschön von der Leiterin der Mediathek, Andrea Fürst, überreicht. Alle Bücher von Dorothee Schwab können in der Mediathek Maria Anzbach ausgeliehen werden.

27. April 2013:

Julia Vogl liest „Amouröses aus aktueller Literatur

Mit Charme, Verve und Esprit las Julia Vogl am 27. April in der Mediathek Maria Anzbach Texte über „neue Liebe“, die die Leiterin der Mediathek, Andrea Fürst, aus den Büchern dreier Autoren zusammengestellt hatte. Das thematische Bindeglied der Texte bildete die Schilderung, wie eine bestehende Beziehungen entzaubert wird und neues Liebessehnen und Liebesglück aufkeimt. Ob Cornelia Travnicek dies aus der  nüchternen, aber durchaus witzigen Perspektive einer jungen Frau schildert (Chucks, DVA 2012),  Zeruya Shalev ein Feuerwerk aus Empfindungen, Sehnsüchten und Wünschen eines Mannes in mittleren Jahren zündet (Für den Rest des Lebens, Berlin Verlag, 2012) oder T.C. Boyle die skurrilen Lebens- und Liebes-Wirren in einer Hippie-Kommune aufs Korn nimmt(Drop City, DTV, 2005) – das Publikum verfolgte gebannt, wie Julia Vogl, Tänzerin und Schauspielerin, die Gemüts- und  Gefühlsbewegungen der Protagonisten glaubhaft und mit vielen Nuancen zwischen abgeklärter Ruhe, leidenschaftlichem Extemporieren und lässiger Coolness vortrug.

Die Texte wurden durch ein kontrapunktisches Musikprogramm ergänzt, das Claudia Schwarzl von der Musikschule Maria Anzbach-Eichgraben zusammengestellt hatte und das die vier jungen Musikerinnen des Tritsch-Tratsch-Quartetts zum Besten gaben. Da Liebe bekanntlich durch den Magen geht, lud die Leiterin der Mediathek anschließend zu einem opulenten Buffet, an dem sich das zahlreiche Publikum genussvoll gütlich tat.

Datum: 
01.01.2013 - 00:01 bis 31.12.2013 - 23:59 Uhr