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Hanna Sukare las aus "Staubzunge"

Geboren 1957 in Freiburg, Deutschland, lebt Hanna Sukare seit ihrer Jugend meist in Wien. Sie studierte Germanistik, Rechtswissenschaften, Ethnologie, war unter anderem als Journalistin, Redakteurin (Falter, Institut für Kulturstudien) und Wissenschaftslektorin tätig und beschäftigte sich in wissenschaftlichen Studien mit den gesellschaftlichen Implikationen des Fremd-Seins. Seit 2001 ist sie freie Autorin. 2008 bis 2011 zahlreiche Recherche-Reisen nach Polen, u.a. auch für den Dokumentarfilm Klassentreffen.

Mit ihrem Debütroman „Staubzunge“ hat Sukare den Rauriser Literaturpreis 2016 für die beste Prosa-Erstveröffentlichung in deutscher Sprache gewonnen.  Es ist ein Roman über die Folgen des Zweiten Weltkriegs, die bis in die heutige Zeit in den Familien spürbar sind. Krieg, Rassismus, Flucht und Vertreibung melden sich in den Nachgeborenen in Form von Unruhe, seelischer Erstarrung oder Phantomschmerz. Die Geschichte mit dichten, poetischen Bildern erzeugt einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann.

Musikalische Begleitung:

Susanne Weilguny, Querflöte
Eva-Maria Wallisch, Harfe

Die Lesung findet im Rahmen der Aktion "grenzenlos lesen" des Büchereiverbands Österreichs statt. Wir danken für die Förderung.

Datum: 
03.03.2017 - 19:00 Uhr