Sie sind hier

Der feine Sprachwitz des RADEK KNAPP

Mit einer humorigen Selbstvorstellung und witzigen Anekdoten aus seiner Biographie wusste Radek Knapp das Publikum sofort für sich einzunehmen. Er las aus seinem Roman „Der Gipfeldieb“, in dem er Selbsterlebtes verarbeitet und  die Geschichte der „Verwienerung“ eines aus Polen nicht ganz freiwillig Zugezogenen erzählt, eines geistreichen und sympathischen Anti-Helden und Sinnsuchenden, für den Konsum und Karriere nicht unbedingt erstrebenswerte Ziele im Leben sind.

Der Durchbruch gelang dem 1964 in Warschau geborenen Autor, der als  Zwölfjähriger nach Wien kam, 1994 mit dem Erzählband „Franio“, ausgezeichnet mit dem Aspekte-Literaturpreis des ZDF. Sein hintergründiger Roman „Herrn Kukas Empfehlungen“ gehört zu den erfolgreichsten Longsellern der Verlagsgeschichte. Knapp versteht es, sein Publikum mit einer gewitzt pointierten Sprache und mit satirischen Beobachtungen des typisch Osteuropäischen  im Vergleich zu  „westlichen“ Wert- und Lebenshaltungen zu amüsieren.

Ein musikalisches Pendant zur Lesung bildeten Wienerlieder, vorgetragen von Anne-Maria Toro, die von Ingrid Jabkowski auf der Violine und Magdalena Kraml auf der  Zither begleitet wurde. Mit dem Mix aus Schlitzohrigkeit, Schmäh und Leichtlebigkeit einerseits und einer gewissen Melancholie andererseits ergänzten die Wienerlieder den Vortrag von Radek Knapp in idealer Weise.

Andrea Fürst stellte auch die neu gegründete Kooperative „Literatur rund um den Buchberg“ der Bibliotheken von Neulengbach, Asperhofen und Maria Anzbach vor, die zu einer besseren Koordination und Bewerbung der Bibliotheksveranstaltungen beitragen soll.

 

»Romane von Radek Knapp sind kleine Schelmenstücke, in denen das Figureninventar gegen die skurrilen Strudel des Lebens ankämpft.« Format , 28.08.2015

 

Copyright: AK/Thomas Lehmann

Datum: 
29.04.2016 - 19:00 Uhr